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Montag, 5. April 2010

Aufbau von Beisshemmung im Welpen

Welpen beissen - und das hat auch seinen guten Grund. Viele Welpenbesitzer machen sich Sorgen, wenn ihr Hundekind zunächst in alles hinein beisst, weil sie befürchten einen aggressiven Hund zu haben. Dabei handelt es sich bei dem so genannten Spielbeissen um völlig normales Welpenverhalten. In der Tat machen mir die Welpen Sorgen, die NICHT beissen, wenn sie noch klein sind. Das Spielbeissen des Welpen sorgt nämlich dafür, dass der kleine Hund lernt, seine Zähne richtig einzusetzen - eine wichtige Lektion fürs spätere Leben.

Die Kombination aus schwachen Kiefern und extrem spitzen Zähnchen plus dem nicht zu bremsenden Interesse alles anzuknabbern, resultiert in so genanntem Spielbeissen - schmerzhaft, aber in der Regel ohne ernste Folgen. Der Welpe lernt dadurch im Laufe seiner Entwicklung durch Feedback von seinen Spielkameraden wie fest er zubeissen kann, lange bevor er wirklich Schaden anrichten kann. Je mehr Gelegenheit der Welpe hat, mit anderen Hunden und Menschen an seiner Beisshemmung zu arbeiten, desto besser ist diese im erwachsenen Hund. Welpen, die ohne Kontakt zu anderen Hunden oder Tieren aufwachsen, sind daher auf die Hilfe ihrer Besitzer angewiesen.

Natürlich wird dass Spielbeissen letztendlich völlig eliminiert. Ein erwachsener Hund kann nicht Familie, Freunde oder gar Fremde beissen wie es Welpen tun - auch nicht im Spiel. Trotzdem sollte das Spielbeissen im Welpen nicht sofort komplett unterdrückt werden, denn dann lernt der Hund nie, wieviel Kraft er in seinem Kiefer hat. Stattdessen sollte das Spielbeissen langsam in vier Schritten abgebaut werden. So kann der Welpe zunächst lernen seinen Biss zu kontrollieren, bevor er dann lernt, dass Menschenhaut grundsätzlich nicht mit den Zähnen berührt werden darf. 

Schritt 1 

Zunächst geht es darum, dem Welpen beizubringen, Menschen nicht zu verletzen. Dabei sollte der Welpe nicht gescholten und ganz bestimmt nicht bestraft werden, wenn er im Spiel beisst. Das macht die Sache nämlich normalerweise schlimmer.Körperliche Bestrafungen sorgen dafür, dass der Welpe zum einen noch aufgeregter wird - und aufgeregte Welpen beissen - und zum anderen kann das Temperament des Welpen Schaden nehmen, weil unabsichtlich das Vertrauen in den Besitzer zerstört wird. Trotzdem ist es wichtig, den Welpen wissen zu lassen wenn er zu fest beisst. Normalerweise reicht es, wenn man quietscht und den Kontakt zum Welpen sofort abbricht. Die Lautstärke des "Aufschreis" sollte dabei dem Temperament des Welpen angepasst sein; ein leises "Au!" reicht für einen schüchternen Welpen aus, während die etwas stürmischeren Vertreter manchmal eine etwas heftigere Reaktion benötigen. 

Den Welpen anzuschreien, körperlich zu strafen, fest zuhalten oder zu versuchen, ihn in eine Hundebox zu schaffen steigern in der Regel den Grad der Aufregung und sollten vermieden werden. Am effektivsten ist es, jeden Kontakt zum Welpen abzubrechen und den Raum kurz zu verlassen. Schliessen Sie dabei die Tür hinter sich. Geben Sie dem Welpen etwa 2 Minuten darüber nachzudenken, warum sein Spielkamerad das INteresse am Spiel verloren hat und gehen Sie dann wieder zu ihm. Lassen Sie den Welpen nicht länger alleine, Sie wollen dem Welpen ja zeigen, dass Sie ihn immer noch mögen; nur seine Bisse sind zu hart. Rufen Sie ihn zu sich, lassen Sie ihn kurz absitzen, und dann spielen Sie weiter. Idealerweise sollte der Welpe im Alter von drei Monaten gelernt haben, dass man Menschen nicht weh tun darf.

Es ist immer besser den Raum kurz zu verlassen als zu versuchen, den Hund festzuhalten oder ihn gewaltsam "auf die Strafbank" zu schicken. Überlegen Sie also vorher, wo Sie mit Ihrem Hund spielen, damit Sie bei Bedarf den Raum verlassen können und ihr Welpe in Ihrer Abwesenheit keinen Schaden anrichten kann.

Diese Methode funktioniert selbst bei dem penetrantesten Welpen. Auf die gleiche Art lernen Welpen im Spiel mit anderen Hunden und Welpen; wenn ein Welpe zu hart beisst werden die anderen Welpen sich von ihm abwenden und nicht mit ohm spielen wollen. Damit lernt der "Aggressor", dass er seine Kräfte zügeln muss - sonst steht er bald alleine da. 

Schritt 2

Im zweiten Schritt unterbinden Sie das Spielbeissen ganz. Auch wenn das Beissen jetzt nicht mehr weh tut, warten Sie darauf, dass der Welpe etwas härter zugreift als gewöhnlich und tun SIe so, als ob das weh getan hätte. Der Welpe denkt sich vermutlich, dass Menschen echte Weicheier sind, und genau das wollen wir erreichen. Der Hund soll extre vorsichtig sein, wenn er mit uns spielt. Im Alter von vier bis fünf Monaten sollte der Welpe keinerlei Druck mehr ausüben, wenn er mit seiner Schnauze unsere Hand umfasst.

Schritt 3

Jetzt ist es and der Zeit die Häufigkeit des Spielbeissens zu reduzieren und das Aufhören unter Signalkontrolle zu stellen. Es ist OK zu beissen, aber nur so lange, bis wir Stopp sagen. Warum? Nun, weil es zum Beispiel total anstrengend ist wenn man versucht einen Kaffe zu trinken oder ein Telefongespräch zu führen, während einem ein 20 kg Welpe am Handgelenk hängt.
Eine einfache Methode ist die Handfütterung. Dabei können Sie Ihrem Welpen innerhalb kürzester Zeit die Bedeutung von "Lass es" und "Nimm's" beibringen. Regelmäßiges Füttern von Hand hilft außerdem dabei, das weiche Maul des Welpen u erhalten und sein Vertrauen in Menschen an seinem Futternapf zu fördern. Nachdem man dem Welpen die Bedeutung des Signals "Lass es" beigebracht hat, kann man dies auch dazu verwenden, Spielbeissen zu unterbrechen. Wenn der Welpe an Ihnen herum knabbert, sagen Sie "Lass es" und bieten ihm ein Leckerchen an. Loben Sie den Welpen , wenn er los lässt und geben Sie die Futterbelohnung frei. Nicht vergessen, der Sinn dieser Übung ist es, dem Welpen beizubringen, dass er auf Signal aufhören soll zu beissen, also lassen Sie ihn ruhig wieder mit Ihrer Hand spielen. Wiederholen Sie dies mehrere Male in einer Übungseinheit. Am Ende geben Sie dem Welpen einen Kauartikel.

Sollte Ihr Welpe nicht los lassen, wenn Sie das Signal geben, dann verfahren Sie wie gehabt: Quietschen Sie übertrieben auf, stürmen Sie aus dem Raum und schliessen Sie die Tür für eine Weile. Nach einer Weile lassen Sie den Welpen wieder zu sich, aber geben Sie ihm für ein paar Stunden keine Gelegenheit, Sie zu beissen.

Im Alter von fünf Monaten sollte Ihr Welpe ein so butterweiches Maul haben wie ein 14-jähriger Labrador aus einer Arbeitslinie. Er sollte niemals Druck ausüben und auf Signal sofort aufhören zu beissen. Perfektes Timing, denn jetzt bekommt der Welpe sein endgültiges Gebiss, und es ist nicht länger akzeptabel, wenn er seine Zähne auf menschliche Haut legt, egal wie vorsichtig, und egal wie freundlich seine Intentionen. In diesem Alter sollte der Junghund niemals unaufgefordert menschliche Körperteile oder Kleidung festhalten.

Schritt 4

Ob Sie Ihrem Hund verbieten, jemals im Spiel ihre Hand zu ergreifen liegt an Ihnen. Für Ersthundbesitzer oder Familien mit Kleinkindern ist es sicherlich einfacher, dem Hund im Alter von etwa 6 Monaten das Spielbeissen ganz zu verbieten. Zu leicht gerät das Spiel ausser Kontrolle, der Hund fährt sich hoch und beginnt fester zuzugreifen. Aus diesem Grund empfehlen viele Hundetrainer, mit dem Hund keine rauen Spiele zu veranstalten. Wenn er keine Gelegenheit zum Üben hat wird der Biss des Hundes mit der Zeit natürlich wieder härter. Man sollte also zumindestens den Hund von Zeit zu Zeit von Hand füttern und ihm täglich die Zähne kontrollieren und putzen, also Übungen, bei denen der Besitzer die Hand in das Maul des Hundes steckt. Darüber hinaus hat der Hund hoffentlich ausreichend Gelegenheit seine Beisshemmung im Umgang mit Artgenossen zu üben.
Besitzer mit einer Portion gesundem Menschenverstand können auch regelmäßig mit ihrem Hund rangeln. Damit der Hund dabei niemals ausser Kontrolle gerät müssen allerdings strenge Regeln eingehalten werden. Dabei lernt der Hund, dass er nur mit den Händen spielen darf, niemals darf er einen Menschen an der Kleidung festhalten. Da Schnürsenkel, Krawatten, Hosen und Ärmel keine Nervenzellen haben kann man dem Hund sonst kein Feedback geben, wenn er zu rau zieht. Aus diesem Grund darf man auch NIEMALS Handschuhe anziehen, wenn man mit dem Hund spielen möchte. Sonst lernt der Hund ganz schnell, viel fester zuzubeissen, als er das normalerweise tun würde. Gespielt wird nur auf Aufforderung, auf Signal ist das Spiel zu Ende. Der Hund lernt dabei, sich auch zu kontrollieren, wenn er aufgeregt ist.

Mögliche Probleme

Ein häufiger Fehler ist es, den Welpen zu betrafen, damit er nicht mehr beisst. Bestenfalls hört der Welpe dann damit auf, zumindest in Bezug auf das familienmitglied, welches gestraf hat. Meist richtet er dann sein Spielbeissen aber gegen die Familienmitglieder, die den Welpen nicht kontrollieren können, oft die Kinder. Die Eltern sind sich oftmals darüber nicht bewusst, weil der Welpe es bei ihnen ja gar nicht mehr versucht. Schlimmstenfalls beisst der Welpe auch im Spiel überhaupt nicht mehr. Damit hat er keine Gelegenheit zu lernen, wie stark er seine Zähne einsetzen kann. Das geht so lange gut, bis jemand aus Versehen auf den Schwanz des Hundes tritt. Wenn der Hund dann beisst bricht er meist sofort die Haut, denn er hat ja nie gelernt wie viel Druck er ausüben kann ohne Schaden anzurichten. (Und in der Regel will er keinen Schaden anrichten, somdern nur eine Warnung ausprechen...).

Sehr schüchterne Welpen spielen oftmals nicht mit anderen Hunden und Menschen und haben daher auch nicht, wie viel Druck sie ausüben können. Ein Klassiker in der Verhaltensberatung; als Welpe hat der Hund nie Kontakt zu Menschen oder Hunden aufgenommen und daher auch niemals im Spiel gebissen. Dann fällt ein fremdes Kind über den Hund, während der an seinem Knochen kaut. Der Hund beisst zu, und der erste Biss seiner Karriere hinzterlässt gleich tiefe Wunden, weil er überhaupt keine Beisshemmung hat. Deswegen sollten Sie mit Ihrem Welpen Kontakt zu anderen Hundebesitzern suchen - möglichst bevor der Welpe älter als 18 Wochen ist.

Mittwoch, 10. März 2010

Was wurde aus den klassischen Welpengruppen?

Wir haben zum Frühling unsere traditionellen Welpengruppen eingestellt und bieten jetzt eine individuelle Welpenberatung (Erstgespräch), gefolgt von Einzeltraining an. Dazu besteht die Möglichkeit, an sorgfältig zusammengestellten (Mini-)Spielgruppen teilzunehmen, oder das Gelernte später in Kleingruppen zu festigen.

Wie kam es dazu?

Die Vorteile von Welpengruppen sind bekannt: der Welpe lernt den Umgang mit vielen anderen Menschen und Hunden und soll damit die Gelegenheit haben, sein Sozialverhalten zu festigen. Aus diesem Grund sind Welpengruppen fester Bestandteil vieler Hundeschulen - nicht zuletzt soll hier auch der Grundstein für ein gutes Miteinander zwischen Hund und Halter gelegt werden.

Leider ist es auch kein Geheimnis, dass die ehrlichen Bemühungen des Hundehalters sich manchmal ins Gegenteil umschlagen: in meiner Verhaltensberatung treffe ich immer wieder auf Junghunde oder erwachsene Hunde, deren Unverträglichkeiten mit Artgenossen bei längerem Nachforschen auf die Teilnahme an einer Welpengruppe zurückzuführen sind - und diese musste nicht unbedingt schlecht geführt sein.



Woran liegt das?

Die Gefahren von Welpengruppen sind ebenfalls bekannt: die Hundebabies sind noch nicht ausreichend vor Krankheiten geschützt, da sie in der Regel höchstens eine Grundimmunisierung erhalten haben. Nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor der Meinung, dass wesentlich weniger Welpen an ansteckenden Infektionen wie Parvovirose erkranken - und dann mit tödlichem Ausgang - als Junghunde oder erwachsene Hunde wegen schwerwiegender Verhaltensprobleme im Tierheim landen oder gar eingeschläfert werden, weil sie bis zu ihrem sechsten Lebensmonat keinen Kontakt zur Aussenwelt hatten.

Auch Verletzungen beim Spiel in der Hundegruppe treten auf; natürlich kann ein Welpe sich aber auch beim Spiel zu Hause mit den Kindern oder dem erwachsenen Hund verletzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, darauf zu achten, dass Welpen auf geeignetem Untergrund spielen - das Verletzungsrisiko für Sehnen und Bänder steigt auf rutschigem Boden.

Und natürlich kann man nicht einfach Hundebabies verschiedener Altersstufen und Größen in eine Gruppe werfen, und sie dann "machen lassen". Man stelle sich vor, wie sich ein schüchterner 10-Wochen alter Cocker Spaniel fühlt, der auf einen typischen 16-Woche alten Golden Retriever trifft...

Bei unseren Welpenkursen haben wir versucht, dies alles zu berücksichtigen, um den bestmöglichen Effekt ohne die potentiellen Nebenwirkungen zu erzielen. Durch den harten und langen Winter sind die regulären Welpengruppen dann praktisch zum Erliegen gekommen - die kleinen Würmchen sind schlicht und ergreifend im Schnee versunken, oder es war zu kalt oder der Boden war zu eisig, um draussen auf der Wiese zu trainieren. Also haben wir uns ein anderes Format ausgedacht, den Hundekindern bei einem guten Start ins Leben zu helfen.

Das Training liefr daraufhin ähnlich ab wie auch das Training für erwachsene Hunde: zunächst haben wir im Einzelgespräch Welpe und Hundehalter kennengelernt. Dabei war auch endlich einmal genug Zeit, auf die individuellen Fragen des Halters in Bezug auf auftretende Probleme einzugehen - was ja bei Gruppen in der Regel zu kurz kommt, weil jedes Hund-Mensch Gespann auf andere Probleme stößt. Außerdem hatte der Welpe die Gelegenheit, in seiner vertrauten Umgebung (zu Hause!) erste Übungen auszuprobieren. Ohne die Ablenkung durch andere Welpen und Menschen lernten diese Welpen wesentlich schneller, und auch der eine oder andere Halter gab zu, sich in den eigenen vier Wänden weniger gehemmt zu fühlen, bzw. den Lernfortschritt seines Welpen an denen andere Hundekinder zu messen.

Es folgten einige Einzelstunden, in der Regel im Abstand von 5 bis 7 Tagen, wo auf die Übungen aufgebaut, und weitere Fragen beantwortet werden konnten. Die Übungen konnten unter kontrollierter Ablenkung gefestigt werden, was dazu beitrug, dass die Welpen nicht nur schneller lernten, sondern das Gelernte auch wesentlich verlässlicher abrufbar war. Darüber hinaus konnten wir den Schwierigkeitsgrad dem einzelnen Welpen anpassen, also dem Lerntempo von Hund und Halter entsprechend.

Ganz besonders aber fiel auf, dass besonders die schüchternen Vertreter aus sich heraus kamen und mit gezielter Förderung (Gewöhnung an Pferde, Menschen, bestimmte Umgebungen etc.) schon bald nicht mehr von ihren forscheren Altersgenossen zu unterscheiden waren. Besonders profitierten diese von der kontrollierten Begegnung mit sozial gefestigten Hunden. Im Gegensatz zu anderen Welpen nahmen diese nämlich Rücksicht darauf, wenn der Kleine zu ängstlich für eine Kontaktaufnahme war und liessen ihn in seinem eigenen Tempo an sich herankommen. Sehr forsche Welpen wurden hingegen auch mal in ihre Schranken gewiesen. So lernten die Welpen einige Dinge, die sie in einer Welpengruppe nicht gelernt hätten, zum Beispiel, dass nicht alle Hunde immer und überall spielen wollen, dass man gewisse Etikette beim Kennenlernen einhält und dass man nicht immer auf jeden anderen Hund zurennen kann.

Letzteres ist oftmals der Auftakt zur Leinenagression: oftmals treffe ich Hundebesitzer, deren Hund jedes Mal wie wild an der Leine zerrt und bellt, wenn er einen Artgenossen sieht. Dabei ist oft einfach nur Frustration im Spiel; der Hund hat in der Welpengruppe gelernt, dass er immer und überall auf andere Hunde zulaufen darf, die dann auch mit ihm spielen. Im "wirklichen " Leben ist das aber keineswegs so: viele erwachsene Hunde spielen nicht mit "Zufallsbekanntschaften", sondern lernen sich erst kennen oder sind auch einfach zufrieden, zusammen an einem Maulwurfhügel zu schnuppern. Andere sind selber unsicher und reagieren aggressiv gegenüber Hunden, die geradewegs auf sie zuhalten. Wird der Hund nun zurückgehalten, entsteht Frustration, dieser wird oft laut bellend oder an der Leine zerrend Ausfruck verliehen. Der Besitzer denkt dann oft, sein Hund sei aggressiv und vermeidet weitere Begegnungen oder straft den Hund gar - der Beginn eines Teufelskreises.

Ein weitere Aspekt zeigte sich bei der Bindung zum Menschen; die Welpen im Einzeltraining zeigten eine enge Bindung zu ihrer Familie und waren relativ schnell auch aus Hundebegegnungen oder sogar Spiel abrufbar. Natürlich durchlaufen auch diese Hunde ihre Teenagerzeit und werden dann vermutlich zunächst wieder auf "taub" schalten, jedoch haben sie gelernt, dass ihre Menschen nicht unbedingt jeglichen Spaß behindern, sondern die Quellealler guten Dinge sind.

Zu guter Letzt gibt es auch einige neue Studien, die zeigen, dass stundenlanges, wildes Herumtoben von Welpen ohne Korrektur dem Sozialverhalten eher schadet als nutzt. Stärkere Welpen neigen dazu, Schwächere zu unterdrücken, und so mancher schüchterne Welpe hat die Angst vor anderen Hunden in der Großgruppe erst erlernt. Dass Hunde - wie übrigens alle Lebewesen - zunächst ohne Ablenkung besser lernen ist nicht wirklich neu, aber man muss ich eimal vor Augen führen, wie aufregend eine solche Gruppe von Menschen und Hunden für das Hundekind wirklich ist. Fremde Gerüche, Orte, eventuell eine Autofahrt, Menschen, Hunde, etc., da ist kaum verwunderlich, dass ein Welpe schnell überfordert ist. Statt 1x die Wioche eine solche Reizüberflutung zu erlauben, sollten Sie Ihren Welpen lieber täglich, aber kurz mit anderen Hunden und Menschen bekannt machen. So können Sie auch sicherstellen, dass solche Begegnungen stets positiv für den Welpen verlaufen.

Besitzer von Welpen, die zum Mobben neigen können ihre Welpen schnell unterbrechen - wie es auch im Familienverband eines Hundes passieren würde. Denn raues Spielverhalten oder gar Mobben schadet nicht nur dem Unterlegenen, auch der "Mobber" hat keine Gelegenheit, angemessenes Verhalten zu lernen und es besteht die Chance, dass er durch sein forsches Auftreten irgendwann in seinem Leben echten Ärger provoziert, und dabei auch mal den Kürzeren zieht.

Wir haben also beschlossen, die Welpenerziehung weiter in diesem Format anzubieten. Ergänzend ermöglichen wir Welpenbegegnungen in sorgfältig zusammengestellten Kleinstgruppen (maximal 3 Welpen), falls Ihr Welpe zu Hause nicht die Möglichkeit zu ausreichendem Spiel hat. Dabei werden die Interaktionen aber sorgfältig beobachtet und regelmäßig unterbrochen, um angemessenes Spielverhalten zu fördern.

Wir hoffen, dass Ihnen unser neues Angebot gefällt, die Besitzer unserer "Winterwelpen" haben bis dato ausschließlich positives Feedback gegeben und sind erstaunt, wie große Fortschritte ihre Schützlinge über wenige Monate gemacht haben.

Freitag, 26. Februar 2010

Familienhundmesse in Flörsheim

An diesem Wochenende (27. und 28. Februar) fallen alle Kurse aus, da wir auf der Familienhundmessen bzw. einer Weiterbildung des Berufsverbands der Hundeerzieher sind. Termine werden nachgeholt!

Die Messe in der Stadhalle Flörsheim (Kapellenstr. 1) ist für interessierte Hundehalter geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern gibt es ein interessantes Programm:




Messeprogramm

SAMSTAG

11.30 Uhr
Vortrag Mantrailing (Menschensuche mit dem Hund)

11.45 Uhr
Nasenarbeit und Apportieren

12.15 Uhr
Mitmachaktion zum Abbruchsignal

12.45 Uhr
Tellington Training –Entspannung für den Hund

13.00 Uhr
Behindertenbegleithund – was muss er können, wie lernt er das?

13.30 Uhr
Welpenstunde „Parole Fliegende Ohren – Rückruftraining für Minis“

14.00 Uhr
„Strebergruppe – was Hunde so alles können“

14.30 Uhr
Dogdancing – Tanzen mit dem Hund

14.45 Uhr
Tellington Training – Entspannung für den Hund

15.00 Uhr
Behindertenbegleithund – was muss er könne, wie lernt er das?

15.30 Uhr
Mitmachtraining: „ Wer guckt am schönsten?“ ‐ Aufmerksamkeitstraining

16.00 Uhr
„Die Rolli‐Labrador‐Connection“ – Behindertenbegleithunde in Aktion

16.30 Uhr
Tricktraining – clever Hunde zeigen, was sie drauf haben

17.00 Uhr
Mitmachaktion zum Abbruchsignal

17.30 Uhr
Nasenarbeit und Apportieren

18.00 Uhr
„Neues aus der Trickkiste“ – noch mehr clevere Tricks von cleveren Hunden

18.30 Uhr
Pettrailing – Hunde suchen Tiere
 
 
SONNTAG
Name der Hundeschule /Vortrag

10.30 Uhr
Vortrag Mantrailing 

11.00 Uhr
Welpenstunde „Parole Fliegende Ohren – Rückruftraining für Minis“

11.30 Uhr
Mitmachaktion Abbruchsignal

12.oo Uhr
Tellington Training

13.oo Uhr
Behindertenbegleithund

13.30 Uhr
„Strebergruppe ‐ was Hunde alles so können“

14.00 Uhr
Die Rolli‐Labrador‐Connection

14.30 Uhr
Dogdancing

15.00 Uhr
Behindertenbegleithund

15.30 Uhr
Mitmachaktion „Wunschzettel“

16.00 Uhr
Mitmachaktion „Wunschzettel“

16.30 Uhr
Tricktraining

17.00 Uhr
Mitmachaktion Abbruchsignal

17.00 Uhr
Vortrag Pettrailing

Montag, 22. Februar 2010

Welpenkurse

Neue Termine für das Frühjahr!
 
Im Frühling haben wir wieder neue Kurse und Workshops geplant, unter anderem eine Welpengruppe im Raum Boppard, Workshops zum Thema Rückruf und Leinenführigkeit und Rückruf im Raum Idstein und Niederkrüchten und Grundausbildung für erwachsene Hunde im Raum Kastellaun und NiederkrüchteTerminen und Kursinhalten sehen Sie auf unserere Webseite.

Freitag, 12. Februar 2010

Tellington TTouch

Tellington TTouch ist eine sanfte und respektvolle Therapieform für Hunde und andere Tiere, die dabei helfen kann, die Behandlung einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten zu unterstützen. Dazu gehören das Ziehen an der Leine, Athritis, übertriebene Reaktionen auf Umweltreize, Schüchternheit, schlechte Konzentrationsfähigkeit und holpriger Gang. TTouch wurde vor etwa 30 Jahren von Linda Tellington-Jones erfunden und wird heute weltweit von Hundetrainern, Tierpflegern, Tierärzten, Therapeuten und Hundehaltern angewendet.

TTouch Anhänger sind davon überzeugt, dass es eine Verbindung zwischen Körperhaltung und Verhaltensauffälligkeiten gibt und nutzen daher Körperarbeit, Bodenübungen und spezielles Ausrüstungen dazu, Spannungen im Körper abzubauen und ein Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens zu erzeugen. Dies hilft dem Hund dabei, Selbstbewußtsein und Selbstkontrolle zu entwickeln und aus dem Zyklus von instinktiven und angstvollen Reaktionen auszubrechen.

Ein Hund, der gegen Lärm empfindlich ist oder eine echte Phobie hat, weist aller Wahrscheinlichkeit nach Spannung in Hinterläufen und Schwanz auf. Die Unterschenkel, Schwanz und Ohren fühlen sich außerdem kalt an. Die nicht-invasiven Körperbewegungen (TTouches) können dann dabei helfen, die Blutzirkulation zu verbessern. Dabei werden die kalten Gliedmaßen aufgewärmt, verspannte Muskeln entspannt und Atmungsmuster unterbrochen. Meist stellt sich dabei auch ein Gefühl der Ruhe ein.

Das Abstreifen der Ohren mit einer bestimmten Bewegung senkt zum Beispiel den Puls und die Atmungsfrequenz und ein so genannter Body Wrap (ein Körperwickel oder T-Shirt) gibt dem geräuschempfindlichen Hund ein Gefühl der Sicherheit und reduziert damit oft das Bedürfnis, sich zu verkriechen.

Da Verhalten meist von bestimmten körperlichen Befindlichkeiten abhängig sind, zeigen Hunde mit diesen Spannungen im Körper oft die gleichen Verhaltensmuster; sie sind in neuen Situationen nervös, Fremden gegenüber mißtrauisch und fahren nicht gerne Auto. Mit TTouch können diese Hunde an Selbstbewußtsein gewinnen, Verhaltensmodifikationen und Trainingsansätze haben damit mehr Erfolg.

TTouch besteht aus drei verschiedenen Elementen. Die Körperarbeit, die eigentlichen TTouches, sind wiederum in drei Gruppen unterteilt: kreisförmige Bewegungen, langes Ausstreichen und leichtes Anheben der Haut. Dabei handelt es sich um eine Reihe von verschiedenen, leichten Druckberührungen und Streichelbewegungen. Ziel ist es, das Körperbewußtsein und geistige Wohlbefinden des Hundes zu stärken und ihm neue Erfahrungen zu ermöglichen, in dem sensorische Aspekte des Nervensystems angesprochen werden.

Die kreisenden Bewegungen stellen die Grundlage der TTouch-Technik dar. Finger oder Hand bewegen sanft die Haut des Hundes in einem ein-einviertel Kreis, normalerweise im Uhrzeigersinn. Dies hilft bei der Muskelentspannung um bestimmte Gelenke oder andere Körperteile und reduziert Stress. Die Position der Hand und der angewendete Druck hängen dabei von dem zu behandelnden Hund ab, und welche Körperteile behandelt werden. Nervöse Hunde, die sich generell nicht gerne anfassen lassen, finden zum Beispiel Berührung mit der Handrückseite als weniger bedrohlich.


Bei der Bodenarbeit wird der Hund durch eine Reihe von Stangen am Boden, niedrige Hindernisse und Wippen geführt, die in bestimmten Muster ausgelegt werden. Verschiedene Untergründe hefen dabei, Körperhaltung und Bewegungsabläufe zu verbessern und Balance und Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Die langsamen, präzisen Bewegungen haben eine beruhigende Wirkung auf den Hund und helfen ihm dabei, sich selber zu kontrollieren.

Darüber hinaus können diese Pacours Flexibilität und Gang positiv beeinflussen. Körperliche und mentale Balance sind voneinander abhängig, und die Tellington Bodenarbeit kann daher dramatische Effekte auf Verhaltensauffälligkeiten haben, insbesondere bei Hunden, die aus gesundheitlichen Gründen ruhig gehalten werden müssen oder die sich an der Leine schnell hochfahren. Sie können auch eine wertvolle ergänzende Maßnahme sein, um einen Hund gegen Berührungen zu desensibilisieren.

Gewisse Ausrüstungen haben ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Körperhaltung und das Verhalten eines Hundes. Druck auf den Nacken des Hundes lassen diesen seinen Körper verspannen, und Druck am Hals kann Stress erzeugen (Aus diesem Grund bevorzugen wir Geschirre statt Halsbänder, weil der Druck dann einmal an einer anderen, unempfindlicheren Körperstelle einwirkt und außerdem besser verteilt wird. Siehe dazu auch den Artikel "Geschirr versus Halsband"). Ein Geschirr mit einer langen Leine ist daher die beste Art, einen Hund zu führen. Die Leine kann dann entweder im Halsbereich oder dem Rücken oder sogar vorne im Brustbereich befestigt werden. TTouch Practitioner verwenden außerdem oft Körperwickel oder eine künstliche Hand, damit der ängstliche Hund nicht durch den sich nähernden Therapeuten verängstigt wird. Bei aggressiven Hunden ist dies außerdem eine Sicherheitsmaßnahme.

Körperwickel oder T-Shirts sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Werkzeugkiste eines TTouch Practitioners und werden in verschiedenen Situationen angewandt, zum Beispiel bei Lärmempfindlichkeit. Sie erhöhen das Körperbewußtsein und helfen nervösen oder hyperaktiven Hunden dabei, sich zu entspannen.

Entgegen früherer Lehrmeinung bedeutet der vorsichtige Körperkontakt mit einem ängstlichen, reaktiven oder defensiven Hunds keine Bestätigung des Verhaltens, sondern kann dabei helfen, dieses zu verändern. Tellington TTouches haben einen tiefwirkenden und starken Einfluss auf das Nervensystem und können damit Reaktionen und Gefühle beeinflussen. Sogar eingefahrene Verhaltensmuster können durchbrochen werden, was dem Hundehalter oder Trainer die Möglichkeit gibt, Alternativverhalten aufzuzeigen.

Die genaue Beobachtung des zu behandelnden Hundes sind ein wichtiger Bestandteil der TTouch Arbeit. Practitioner schauen auf die Reaktionen des Hundes auf Reize und berücksichtigen Körperhaltung, Balance, Bewegung und Muskelentwicklung des Hundes. Die Herz- und Atmungsfrequenz, Beschaffenheit und Erscheinungbild des Fells und andere Anzeichen wie Änderungen der Temperatur in bestimmten Körperteilen, sprödes oder trockenes Fell oder Spannungen in Schwanz, Ohren oder Beinen werden ebenfalls in Betracht gezogen. Darüber hinaus geben die Reaktionen des Hundes auf Berührungen oder seine Fähigkeit, einen Pacour zu meistern Aufschluss über seine Befindlichkeit. Schwerpunkt liegt darauf, zu sehen, was der Hund meistern kann, nicht was er nicht kann. Es wird also immer unter der Schwelle dessen gearbeitet, bei der der jeweilige Hund reagieren würde, insbesondere bei der Behandlung von nervösen und defensiven Tieren.

Montag, 1. Februar 2010

My Box is my Castle - Oder wie ich meinen Hund an eine Hundebox gewöhne

Wenn Ihr Hund sich gerne in seiner Hundebox (Transportkiste, Gitterbox, bestimmter Raum, Hundebett) aufhält, kann Ihnen das in vielen Situationen das Leben erleichtern. Die Box kann eine große Hilfe dabei sein, den Welpen stubenrein zu machen und Unfälle zu vermeiden, wenn Sie ihn nicht beaufsichtigen können. Sie verhindert auch, dass der zahnende Junghund Ihre Einrichtung zerstört, wenn Sie nicht aufpassen können, was er gerade zwischen die Pfoten (und Zähne) bekommt.

Hunde mit Angstphobien fühlen sich oftmals auf begrenztem Raum wohler, so dass bei Angst vor Gewitter, Feuerwerk oder dem Alleinbleiben eine solche „Höhle“ dem Hund Sicherheit vermitteln kann. Wenn Ihr Hund bei Besuchern entweder zu stürmisch oder sogar aggressiv reagiert, können Sie ihn daran gewöhnen, zunächst in seiner Box abzuwarten, bis er Gäste (angemessen) begrüßen darf – oder aber Sie haben das sichere Gefühl, dass Ihr Hund keine Gelegenheit hat, Ihren ahnungslosen Gästen mit aggressivem Bellen, Schnappen oder gar Beißen zu begegnen.

Auf Reisen kann die Box im Auto der Sicherheit dienen – kein Hund sollte jemals ungesichert Auto fahren dürfen – und dient im Hotelzimmer oder Feriendomizil als vertraute Schlafstätte. Sollten Sie mit dem Flugzeug verreisen, muss Ihr Hund sowieso in die Transportkiste, so dass der Reisestress deutlich reduziert wird, wenn er diese schon kennt und sich darin wohl fühlt.

Nicht zuletzt bietet die Box dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit, wenn er dem Trubel des Familienlebens entkommen möchte oder Sie ihn einfach für kurze Zeit aus den Füssen haben möchten, ohne ihn völlig vom Familienleben auszuschließen, in dem Sie ihn in einen abgelegenen Raum oder gar den Garten sperren.

Auf der anderen Seite sollte die Hundebox nicht dazu missbraucht werden, den Hund den ganzen Tag eingesperrt zu halten, weil er sonst nicht kontrollierbar ist. Auch sollten Sie beachten, dass manche Hunde nicht gerne auf engem Raum eingesperrt sind – oftmals auch Hunde mit Angst vor dem Alleinbleiben. Die Hundebox ist ein Trainings- und Managementtool, aber keine Dauerlösung!


Es gibt verschiedene Typen von Hundeboxen, einmal die bekannten Transportboxen, die auch von Fluggesellschaften und Schifffahrtslinien zugelassen sind. Diese sind meist aus Hartplastik und haben unten oder oben Belüftungsschlitze und vorne eine verschließbare Gittertür. Dann gibt es noch Boxen, die aussehen wie Drahtkäfige, und die sich meist flach wie ein Koffer zusammenfalten lassen. Über letztere kann man auch ein Handtuch oder eine Decke legen, um den Höhleneffekt zu reproduzieren. Achten Sie auf gute Qualität – die Box wird Ihnen ein Hundeleben lang erhalten bleiben, und die Investition lohnt sich.

Die Box sollte so groß sein, dass Ihr Hund darin aufrecht stehen und sich drehen kann. Besonders für Welpen sollte die Box nicht zu groß sein, da sonst der Effekt verloren geht.

Die Box sollte weich und gemütlich sein, Sie können also entweder ein Hundebett hineinlegen oder die Box sonst wie auspolstern. Legen Sie außerdem ein altes T-Shirt oder eine Decke mit Ihrem Geruch in die Box, damit Ihr Hund sich sicher und geborgen fühlt. Stellen Sie die Box in einer ruhigen Ecke auf, in der Ihr Hund sich zwar zurückziehen kann, aber trotzdem am Familienleben teilhat.

Sie können Ihrem Hund die Box schmackhaft machen, in dem Sie ihn darin füttern oder Futterbelohnungen darin verstecken. Wenn Sie mit dem Clicker arbeiten, können Sie Ihren Hund natürlich auch in kleinen Schritten dahin shapen, sich in die Box zu legen und dort zu bleiben. Die Tür sollte dabei zunächst offen bleiben.

Später geben Sie Ihrem Hund einen gefüllten Kong™, schließen Sie die Tür für einen Moment, und öffnen Sie diese wieder, bevor Ihr Hund damit fertig ist. Verlängern Sie dann in kleinen Schritten die Zeit, die sich Ihr Hund in der Box aufhält. Zunächst sollten Sie die Tür immer öffnen, bevor der Hund aufgehört hat, sich mit seinem gefüllten Kong™, Spielzeug oder Kauknochen zu beschäftigen. Damit schaffen Sie eine positive Assoziation mit der Hundebox – ihr Hund wird sich gerne darin aufhalten.

Nun können Sie ein Signalwort einführen, wenn Sie 100 € verwetten würden, dass Ihr Hund jetzt in die Box geht. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis Sie merken, dass Ihr Hund bereits Richtung Box geht, wenn Sie Ihr Signalwort sagen. Steigern Sie nun die Entfernung von der Box, so dass Ihr Hund letztendlich in seine Höhle rennt, wann immer Sie das Signalwort sagen – egal, wo er sich gerade befindet. So können Sie zum Beispiel auch die Türklingel oder eintretende Besucher zum Signal werden lassen, damit Ihr Hund sich automatisch in seine Box zurückzieht.

Jetzt haben Sie ein wertvolles Managementtool an der Hand, mit dem Sie eine ganze Reihe von potentiellen oder bereits bestehende Problemen vorbeugen oder begegnen können.